Christophorus Moments: Echt, nur anders
In der neu ausgerichteten Rubrik blickt der Christophorus zurück auf historische Ausgaben des Unternehmensmagazins. Dieses Mal: das Debüt des 924 im Jahr 1976, Ausgabe 138.
Ausgabe: Christophorus Nr. 138
Jahr: Januar 1976
Thema: Weltpremiere des Porsche 924
Neben Kurznachrichten über Porsche-Polizeifahrzeuge, eine private 356-Rallye in den USA und einen britischen 911 Turbo mit dem Kennzeichen „222 HOT“ steht in der Christophorus-Ausgabe 138 ein Thema klar im Mittelpunkt: die Premiere des Porsche 924. Bereits das Cover rückt den Protagonisten in den Fokus. Klappscheinwerfer und die gläserne Heckklappe markieren selbstbewusst den Aufbruch in eine neue Sportwagenära. Auch das Editorial steht im Zeichen dieser Zäsur. Chefredakteur Rico Steinemann begegnet möglicher Kritik am neuen Konzept mit historischer Einordnung: „Der 924 seinerseits ist durchaus ein echter Porsche, nur halt ein anderer“, schreibt er. „Wer sich von der Richtigkeit dieser Behauptung überzeugen will, der muß einen Abstecher in (...) die Porsche-Geschichte (...) machen. Uralt (...) sind alle Motor- und Antriebskonzepte (...). Ferdinand Porsche (...) hat von Anfang an auf all diesen Klavieren gespielt.“ Vielfalt, so die Botschaft, gehört zur DNA der Marke. Im Mittelteil des Magazins wird der 924 präzise analysiert: Transaxle-Layout, Motor und Fahrwerk, Karosserie und Fahrdynamik. „Immer wieder waren es Sportwagen, die Meilensteine setzten und die Entwicklung vorantrieben. In ganz besonderem Maße gilt dies für den ersten Porsche, den Typ 356“, schreibt Autor Reinhard Seiffert. „In seiner rationellen Konstruktion (...) tritt der 924 das Erbe des unvergessenen Porsche 356 an.“ Den visuellen Höhepunkt des Titelthemas bildet eine Farbillustration von Werner Bührer, die den 924 in seine Baugruppen zerlegt – von der Transaxle-Einheit über die hintere Radaufhängung bis zum Cockpit. Eine präzise, anschauliche Erklärung neuartiger Sportwagentechnik – auf gestalterischem Top-Niveau.