Liebeserklärung an einen Mythos

Seit bald 100 Jahren ist die Nordschleife die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. Wie dafür gemacht, sie im Porsche zu erfahren, findet Rekordhalter Timo Bernhard. Am besten im neuen 911 GT3 100 Jahre Nürburgring.

   

Home, speed home:

Der Nürburgring feiert Jubiläum. Porsche feiert mit und widmet seinem sportlichen Zuhause einen ganz besonderen 911 GT3.

Der Countdown läuft: 2027 feiert der Nürburgring 100. Geburtstag. Zum Jubiläum widmet Porsche der legendären Rennstrecke ein ganz besonderes Fahrzeug: den neuen 911 GT3 100 Jahre Nürburgring. Kaum ein Sportwagen könnte dieses Jubiläum treffender feiern. Schließlich wurde der 911 über Jahrzehnte genau dort zur Höchstform gebracht, wo seit 1927 Fahrer und Fahrzeuge an ihre Grenzen gehen. Gemeinsam mit Rekordhalter und Porsche-Markenbotschafter Timo Bernhard erleben wir das Sondermodell an dem Ort, der für Porsche zugleich Prüfstand, Ideenschmiede und Schauplatz sportlicher Erfolge ist, und bekommen gleich noch ein paar wertvolle Tipps für eine schnellere Runde.

Wer zum ersten Mal die Nordschleife fährt, versteht schnell, warum sie seit fast einem Jahrhundert Ehrfurcht einflößt. Mehr als 20 Kilometer Länge, über 70 Kurven, ständige Wechsel zwischen schnellen ­Passagen, engen Kehren, blinden Kuppen und steilen Gefällen – wohl keine andere Rennstrecke verlangt Mensch und Maschine mehr ab. 

Jeder Streckenabschnitt stellt eine neue Aufgabe. Nicht umsonst taufte Jackie Stewart den Nürburgring einst die „Grüne Hölle“. Der Name ist geblieben, der Respekt ebenso.

„Die Strecke ist absolute Königsklasse. Weltweit einmalig. Darüber gibt es nichts.“

Timo Bernhard

Gerade diese Vielfalt macht die Nordschleife bis heute zum ultimativen Testgelände für Sportwagen. Wo andernorts einzelne Eigenschaften auf die Probe gestellt werden, fordert der Nürburgring alles gleichzeitig: Präzision beim Einlenken, Traktion am Kurvenausgang, Stabilität bei Höchstgeschwindigkeit, Bremsperformance und ein Fahrwerk, das selbst auf der oft unruhigen Asphaltoberfläche jederzeit Vertrauen vermittelt. „Die Strecke ist wellig, sehr schmal, hat enorme Höhenunterschiede und unzählige Richtungswechsel. Das alles zusammen liegt dem 911“, sagt Timo Bernhard, ehemaliger Rennfahrer und Rekordhalter der schnellsten Rundenzeit auf der Nordschleife.

Zwei, die den Ring verstehen:

Timo Bernhard und der 911 GT3 100 Jahre Nürburgring.

Doch es gibt laut Timo Bernhard noch einen weiteren wichtigen Aspekt, warum der Porsche 911 – insbesondere natürlich der GT3 – am Ring rockt: Die Strecke ist lang, und in der Eifel kann das Wetter von einer Minute zur nächsten umschlagen.

„Wenn es am Schwedenkreuz zu regnen beginnt, liegen noch rund 15 Kilometer vor dir, bevor du zurück an die Box kannst. Dann musst du im Zweifel mit Slicks durch strömenden Regen fahren. Genau in solchen Momenten brauchst du absolutes Vertrauen.“ Entscheidend sei deshalb eine ehrliche Rückmeldung des Fahrzeugs: „Wenn der Grip nachlässt, möchte ich das sofort spüren. Ich will nicht überrascht werden. Denn sonst ist es vielleicht zu spät, um reagieren zu können.“

Lernen Sie vom Besten

Timo Bernhard geht Abschnitt für Abschnitt die Nordschleife durch und erklärt, wie man die Teilstrecken optimal fährt. Jetzt reinhören!

Eine für alles

Für Porsche dient die Strecke aufgrund ihrer vielen Facetten auch als Labor. Nirgendwo auf der Welt lässt sich ein Fahrzeug effektiver testen. Seit Jahrzehnten entstehen hier entscheidende Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Modelle. Ingenieure aus Weissach stimmen Fahrwerke ab, testen Aerodynamik, Bremsen und Antrieb unter Bedingungen, die sich auf keinem Prüfstand simulieren lassen. Jeder Kilometer auf dem Ring fließt in Fahrzeuge ein, die später auf Landstraßen, Alpenpässen oder Rennstrecken rund um den Globus unterwegs sind. Das erklärt auch, warum sich gerade ein Porsche 911 hier so selbstverständlich bewegt: Sein Konzept verbindet Agilität mit Stabilität, er vereint so gut wie alle Stärken, die der Nürburgring den Fahrzeugen abverlangt.

Was den Nürburgring von modernen Grand-Prix-Strecken unterscheidet, beschreibt Timo Bernhard so: „Hier hat alles einen Flow. Man hat nur wenige Bremsphasen, viele schnelle und einige sehr schnelle Kurven. Es gibt keine harten Anbremszonen wie auf modernen Rennstrecken, wo Schikanen Überholmanöver erzwingen. Die Nordschleife hat ihren ganz eigenen Rhythmus.“

100 Jahre Adrenalin

2027 feiert der Nürburgring sein 100. Jubiläum. Ein Jahrhundert voller großer Siege, dramatischer Momente und technischer Meilensteine. Kaum eine andere Strecke hat die Geschichte des Automobils so geprägt, und nur wenige Marken sind so eng mit ihr verbunden wie Porsche. 

Von den ersten Renneinsätzen in den 1950er-Jahren über legendäre Gesamtsiege und Klassenerfolge bis hin zu modernen Rekordfahrten zieht sich eine gemeinsame Geschichte, in der sich Motorsport und Serienentwicklung immer wieder gegenseitig befruchtet haben.

Ein wichtiges Kapitel dieser Geschichte schreibt am 29. Juni 2018 der Porsche-Markenbotschafter Timo Bernhard. An diesem Tag umrundet er die Nordschleife im 919 Hybrid Evo in 5:19,55 Minuten. Bis heute ist es niemandem gelungen, diese Zeit zu unterbieten. Und dass Porsche Grenzen immer wieder neu auslotet, zeigte auch Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister, der im vergangenen Jahr im 911 GT3 auf dem Nürburgring die bisherige Rundenbestzeit für Serienfahrzeuge mit manuellem Schaltgetriebe um mehr als 9,5 Sekunden unterbot.

Liebeserklärung

Zum 100. Geburtstag der Rennstrecke im kommenden Jahr würdigt Porsche diese besondere Verbindung mit dem exklusiven 911 GT3 100 Jahre Nürburgring. In technischer Hinsicht handelt es sich bei der auf 100 Exemplare limitierten und nur in Deutschland erhältlichen Edition um den aktuellen 911 GT3: Der 6-Zylinder-Boxer-Saugmotor (911 GT3 (WLTP)*: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,8 – 13,7 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 312 – 310 g/km; CO₂-Klasse: G) mit 4 Litern Hubraum lässt in Sachen Leistung und Sound keinen Zweifel an seiner Herkunft aus dem Motorsport. Mit einer Leistung von 375 kW (510 PS) beschleunigt er das Fahrzeug in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der markante Heckflügel, die Buglippe und die Unterbodenfinnen optimieren die Luftströmung und steigern den Abtrieb.

Goldstandard:

Die 20-/21-Zoll-Aluminium-Leichtbau-Schmiederäder, lackiert in Californiagold (hochglanz), unterstreichen den kompromiss­losen ­Leichtbaugedanken des Sondermodells.

Für fortgeschrittene Einsteiger:

Weiß hinterleuchtete Türeinstiegsleisten begrüßen Fahrer und Beifahrer mit individualisierbarem Text.

Stahlhart:

Der irischgrün lackierte Überrollkäfig aus Stahl macht Sicherheit zum Stylefaktor.
„Der 911 ist unglaublich vielseitig und passt genau deshalb so gut zur Nordschleife.“ Timo Bernhard

Mit seiner speziellen Ausstattung verweist das in Weiß und GT-Silbermetallic erhältliche Sondermodell anhand jeder Menge Details auf die „Grüne Hölle“. So sind etwa Bug und Heck mit funktionaler Schutzfolierung in Irischgrün versehen. Die ikonische Form der Nordschleife findet sich sowohl auf dem Heckflügel als auch eingestickt in den Fahrersitz. Den vorderen Kotflügel ziert das historische Nürburgring-Logo. Auf beiden B-Säulen ist jeweils eine „GT3 100 Jahre Nürburgring“-Plakette angebracht. Und die Beschriftung des Push-to-Pass-Knopfs am Lenkrad lautet augenzwinkernd „Grüne Hölle“.

Trägt Schleife:

Die irischgrün lackierten Sideplates ziert die ikonische Kontur der Nordschleife. Eine Hommage an jene Strecke, auf welcher der 911 seit Jahrzehnten getestet, weiterentwickelt und immer wieder neu herausgefordert wird.

Schaltzentrale:

Der Wahlhebel aus Holz mit grünem Schaltschema greift die dicht bewaldete Umgebung der Nordschleife thematisch auf. Markante Kreuznähte entlang von Tür- und Schalttafeloberteil verleihen dem Cockpit eine unverwechselbare Note.

Grünstreifen:

Die Sitzmittelbahn aus Race-Tex mit grünem Verlauf greift das Farbkonzept des Sondermodells auf. Und mit der in die Kopfstütze eingestickten Kontur der Nordschleife behält der Fahrer das Jubiläum immer am Hinterkopf.

Freundschaftsring

Der 911 GT3 100 Jahre Nürburgring ist mehr als eine Sonderedition. Er ist eine Liebeserklärung an diese legendäre Rennstrecke und die lange gemeinsame Verbindung. Die Nordschleife ist eng verbunden mit der Porsche-Historie. Zahlreiche Rennwagen haben hier Geschichte geschrieben, zahllose Serienfahrzeuge wurden perfektioniert. Die Strecke hat sich in den vergangenen 100 Jahren verändert, ihr Charakter jedoch ist derselbe geblieben: kompromisslos, herausfordernd und faszinierend.

Inner Circle:

Einen weiteren dezenten Hinweis auf das Ring-Jubiläum gibt die Prägung GT3 100 Jahre Nürburgring auf dem Deckel der Mittelkonsole.

Ring-DNA:

Mit dem grünen Push-to-Pass-Knopf geht das Sondermodell in den „GRÜNE HÖLLE“­-Modus.

Performance Plus

Wer immer noch nicht genug hat, der kann mit dem Manthey Kit die Rundstreckentauglichkeit seines 911 GT3 weiter steigern. Es wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Porsche Entwicklungszentrum in Weissach und den Manthey-Ingenieuren in Meuspath am Nürburgring entwickelt. Manthey ist ein ausgesprochener Spezialist für Porsche-GT-Modelle und zählt seit 30 Jahren zu den weltweit führenden Porsche-Rennteams, kann unter anderem sieben Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und acht Weltmeistertitel in der FIA-WEC-Langstreckenmeisterschaft vorweisen und ist Rekordhalter auf der Nordschleife in der Klasse der Seriensportwagen.

Der Teufel steckt im Manthey:

Das noch sportlicher ausgelegte Sondermodell mit Manthey Kit ist wie für die Grüne Hölle gemacht.

Der 911 GT3 mit Manthey Kit ist dank besonders effizienter Aerodynamik mit deutlich gesteigertem Abtrieb, einem modifizierten Fahrwerk und optimierten Bremskomponenten auf der Nordschleife nochmals knapp drei Sekunden schneller als sein ebenso ausgestatteter Vorgänger. Das Sondermodell bietet außerdem Aerodiscs, deren Design das historische Nürburgring-Logo aufgreift sowie Sideplates in Irischgrün mit goldenem Nürburgring-Logo. 

Herr des Rings

Kaum jemand kennt den Nürburgring so gut wie Timo Bernhard. Der zweifache FIA-Langstrecken­Weltmeister und zweimalige Gesamtsieger der 24 Stunden von Le Mans prägte über zwei Jahrzehnte den internationalen Langstreckensport als Porsche-Werksfahrer. Fünfmal gewann er die 24 Stunden Nürburgring. Am 29. Juni 2018 schrieb er Motorsportgeschichte: Im Porsche 919 Hybrid Evo umrundete er die Nordschleife in nur 5:19,55 Minuten – bis heute Rekord. Damit unterbot er den mehr als 35 Jahre geltenden Streckenrekord von Stefan Bellof um 51,58 Sekunden. Seit dem Ende seiner aktiven Karriere ist Bernhard Porsche-Markenbotschafter und Teamchef eines eigenen Rennteams.

Mehr erfahren

Alle Details zur Sonderedition 911 GT3 100 Jahre Nürburgring finden Sie hier.

Ariane Lattke
Ariane Lattke
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