Sportliche Winterspiele in St. Moritz

St. Moritz ist die Wiege des alpinen Wintersports und das perfekte Basislager für zahllose schneesportliche Disziplinen. Was gäbe es also für einen besseren Ort, um den wintersportlichsten Porsche aller Zeiten auszuprobieren?

Panamera Sport Turismo

Etwas mehr als 150 Jahre ist es her, dass der findige St. Moritzer Hotelier Johannes Badrutt seine englischen Sommergäste überredete, den Winter nicht im nebligen London, sondern in der Sonne des Engadins zu verbringen. Sollten sie nicht zufrieden sein, so Badrutt, übernehme er die Reisekosten. Doch die Briten waren begeistert, kamen fortan jedes Jahr und steckten bald das ganze Oberengadin mit ihrem sprichwörtlichen Sportsgeist an: Ob bei Curling- und Cricketturnieren, beim Schlittschuhlaufen auf dem See, auf der Bobbahn oder beim legendären Cresta Run – überall sah man plötzlich gut gekleidete Damen und Herren mit beachtlichem Tempo über Schnee und Eis schlittern. Auch die Olympischen Winterspiele von 1928 und 1948 sowie der spätere Ski- und Snowboard-Boom wären in St. Moritz ohne die englischen Pioniere kaum denkbar gewesen. Bis heute ist der Sportsgeist erhalten geblieben.

Der Geist des stilvollen Wintersports
weht noch immer durch St. Moritz.

Nun stellt sich der internationalen Hautevolee seit den frühen Tagen des Bündner Schneesports natürlich die Frage, wie man möglichst schnell und stilvoll ins Engadin reist – ohne sein manigfaltiges winterliches Sportgerät wie Santa Claus persönlich aufs Dach binden zu müssen. Die Zeiten, in denen der Sportwagen von September bis April in der Garage bleiben musste, sind ja glücklicherweise vorbei, ABS und Allrad sei Dank. Nun ist Porsche mit dem Panamera Sport Turismo jedoch so etwas wie die Quadratur des Kreises gelungen: Ins Heck passen nicht nur die zahllosen Brettl, Stöcke, Schuhe, Helme, Schlitten, Kufen, Handschuhe und Thermokleider, die ein sportlicher Mehrkämpfer heute für ein langes Wochenende auf und in Schnee und Eis benötigt. Mit dem Shooting Brake – wie man sportliche Kombis in England zu nennen pflegt – lässt sich auch derart leichtfüssig durch die Kurven und Kehren des Julier- und Flüelapasses wedeln, dass die Anreise ins Hochtal durchaus als eigene sportliche Disziplin in der persönlichen Gesamtwertung erscheinen darf. Sein neues Kleid aus Salz und Schmutz trägt der Porsche dann auch mit entsprechendem Stolz im mondäne Zentrum von St. Moritz zur Schau. No dirt, no glory!

Die Gipfel im Blick

Die Gipfel im Blick

Wintersportler Silvano Vitalini beim Aufwärmtraining am Steuer des Porsche Panamera Sport Turismo.

Wir treffen Silvano Vitalini, der im Engadin aufgewachsen ist, heute als Herrenschneider sein eigenes Atelier im alten Dorfkern von St. Moritz betreibt, nachts hinter dem Tresen der QN-Bar kunstfertig die Cocktails schüttelt und seit neuestem auch im Gemeinderat die Zukunft der Region mitgestaltet. Auch wenn ihm nicht viel Zeit bleibt, verbringt Silvano doch jede freie Minute im Schnee – und hat sich uns freundlicherweise als Sherpa für unsere automobilen Winterspiele angeboten.

„Als weites und offenes Hochtal hat das Engadin nicht nur den Vorteil, das hier sehr oft die Sonne scheint, man ist aus St. Moritz auch in fünf Minuten auf der Piste“, erklärt Silvano. „Die Vielfalt der Skigebiete ist besonders – man kann in Sils Maria anfangen und bis Samaden fahren. Oder in der Mittagspause auf dem Eis die Kufen glühen lassen.“ Gesagt, getan – Silvano schliesst seinen Laden ab, lässt die Schlittschuhe in den geräumigen Kombi-Kofferraum des Porsche segeln und pilotiert uns mit sportlichem Gasfuss hinab zum See, um vor dem wunderbaren Bergpanorama einige Pirouetten auf dem Eis zu drehen.

Made in St. Moritz

Made in St. Moritz

Silvano Vitalinis Kleider verbinden Engadiner Understatement mit internationalem Chic.
Kurze Pause

Kurze Pause

Mittags lässt der Schneider auf dem St. Moritzersee gern die Schlittschuhkufen glühen, bevor er wieder sein Atelier aufschliesst.

Im Frühjahr geht es von der Skipiste direkt zum Bad in den eiskalten See.

In dem vom Stararchitekten und Wahl-Engadiner Lord Norman Foster neu gestalteten, mit historischen Bobschlitten dekorierten Kulm Country Club wärmen wir uns im Anschluss die die Füsse auf. „Im Winter fahre ich viel Ski und Cresta“, erklärt uns Silvano mit Blick auf die historischen Sportfotos an den Wänden. „Im Frühjahr gehe ich Baden, sobald die Seen nicht mehr gefroren sind. Im Sommer spiele ich Golf in Samaden, Zuoz oder hier beim Kulm-Hotel – das geht auch in der Mittagspause.“ Wer hat je behauptet, das Leben in den Bergen sei beschwerlich? „Der Hattrick für mich ist es, wenn im Herbst oben schon etwas Schnee liegt, morgens Skifahren zu gehen, mittags im See zu baden und abends eine Runde Golf zu spielen. Dass all dies nicht nur an einem einzigen Tag, sondern jeweils nur mit zehn Minuten Fahrzeit möglich ist, macht das Engadin schon einzigartig.“

Die Wege im Engadin sind nicht nur kurz, sondern oft auch überwältigend schön. Wenn wieder einmal die Sonne am azurblauen Himmel strahlt, die Langläufer entlang weiss bestäubter Arvenbäume durch die winterliche Märchenlandschaft gleiten und auch noch die roten Waggons der Rhätischen Bahn im Seitenfenster auftauchen, wünscht man sich mitunter einen Autopiloten, um das Schauspiel auch bei voller Fahrt aufmerksam bestaunen zu können. Das scheint auch der Porsche zu merken, der sich mit einem knisternden Motorenbellen aus dem Gleitflug zurückmeldet und seine Bereitschaft signalisiert, sich wie ein Schlittenhund mit voller Kraft ins Zaumzeug zu legen. Da mag einem die Sitzheizung auch noch so gemütlich die müden Knochen wärmen – dieser Panamera bleibt für seinen Fahrer ein forderndes Sportgerät, das durchaus Laut gibt, wenn es wieder Zeit ist, das Seitenfenster herunterzufahren und mit der eiskalten Bergluft neue Lebensgeister ins Cockpit strömen zu lassen.

No dirt, no glory

No dirt, no glory

In St. Moritz Dorf dürfen echte Sportler auch ungewaschen flanieren.

Frühstart am nächsten Morgen: Silvano hat erst im Morgengrauen die Bar abgeschlossen. Doch an einem Sonntag bei Kaiserwetter und Neuschnee als erster auf der Piste zu sein, das mag er sich nicht entgehen lassen. Zunächst kommt allerdings unser Porsche auf seine Kosten: Auf dem schneebedeckten Berninapass zeigt der erste Allrad-Sportkombi der Markengeschichte, dass er nicht nur eine äusserst gute Figur macht, sondern auch vollbeladen mit Skiern, Stiefeln und Sportequipment ein echter Serpentinensprinter ist.

Nach einem ersten Stint hinauf zur Diavolezza-Station auf knapp 3.000 Metern und über die berüchtigte, durchaus teuflische Abfahrt hinunter zur Talstation wechseln wir erneut die Location – und keine zehn Minuten und einige sehr sportlich genommene Kurven später stehen wir mitten im berühmten Skigebiet von Corviglia in der Morgensonne und blicken auf St. Moritz hinab, das weissverschneite Tal, die mächtigen Gipfel, während sich Silvano auf der Piste die letzte Erfrischung vor dem wohlverdienten Feierabend holt.

„Den Crestaschlitten, die Golfschläger und meine Badehose hätte ich wohl auch noch untergebracht“, lacht er mit Blick auf das Sammelsurium an Sportgeräten im Heck des Porsche. Dass der vielseitigste Automobilathlet der Saison nicht aus London oder Mailand, sondern aus dem Schwäbischen stammt, mag ihm die Hautevolee bei derart kosmopolitischem Sportsgeist sicherlich durchgehen lassen.

Ein vielseitiger Automobilathlet mit kosmopolitischem
Sportsgeist für die Hautevolee.

Verbrauchsangaben

Porsche Panamera 4S Sport Turismo
CO₂-Emission (kombiniert): 189–187 g/km
Verbrauch innerorts: 10,4–10,3 l/100 km
ausserorts: 6,9–6,8 l/100 km
kombiniert: 8,3–8,2 l/100 km
CO₂-Emissionen aus der Treibstoff- und/oder
der Strombereitstellung: 44–43 g/km
Effizienzklasse: G

Der Durchschnittswert der CO₂-Emissionen aller in der Schweiz verkauften Neuwagen beträgt 137 g/km.

Jan Baedeker
Jan Baedeker